Fishlab will seine Technologie zur Überwachung von Fischen mithilfe von KI flächendeckend einführen

Das Walliser Start-up Fishlab mit Sitz auf dem Campus Energypolis in Sion entwickelt eine innovative Technologie, die Biologen und Umweltbehörden dabei unterstützt, Fischbestände und deren Wanderungen zu überwachen. Mithilfe von Kameras, die in der Umgebung von Wasserkraftwerken und in Fischtreppen installiert sind, sowie mithilfe von Modellen der künstlichen Intelligenz bietet das junge Unternehmen eine präzise und nicht-invasive Überwachungslösung an. Nachdem Fishlab im Jahr 2025 seine ersten Modelle für Computer Vision eingeführt hat, konzentriert sich das Unternehmen nun auf die Verbesserung der Leistungsfähigkeit und die breitere Einführung seiner Technologie.

Die von Fishlab angebotene Fischüberwachung ermöglicht es insbesondere den Behörden und Wasserkraftbetreibern in den Kantonen Genf, Freiburg, Bern und Zürich sowie im französischen Departement Ain, fundierte Entscheidungen hinsichtlich der Gewässerbewirtschaftung und des Artenschutzes zu treffen. Weitere Kantone wie das Wallis werden sich dem Vorhaben anschliessen; eine Überwachung ist dort ab 2027 geplant.

Das vom Start-up entwickelte System basiert auf der Integration von Kameras in Umgehungsanlagen an Staudämmen, die für die Fischwanderung eingerichtet wurden. «Wir nehmen die Videos auf und bewerten anschliessend die Leistungsfähigkeit dieser Fischpassanlagen», erklärt Mina Aghaei von Fishlab. Diese Bilder werden durch Algorithmen der künstlichen Intelligenz analysiert, die in der Lage sind, die verschiedenen Fischarten automatisch zu erkennen und zu identifizieren.

Künstliche Intelligenz im Dienste der Umwelt

Im Jahr 2025 hat Fishlab mit der Entwicklung und dem Einsatz von Modellen der Bildverarbeitung einen entscheidenden Meilenstein erreicht. «Wir haben Modelle des maschinellen Lernens verwendet, um Fischarten zu erkennen und zu identifizieren», erklärt Mina Aghaei.

Diese Modelle wurden unter realen Bedingungen getestet, mit vielversprechenden Ergebnissen. «In bestimmten Umgebungen funktioniert das wirklich gut. Wir können eine hohe Genauigkeit erzielen.» Dennoch gibt es nach wie vor zahlreiche Herausforderungen. «Da wir uns in einer rauschbehafteten Umgebung befinden, gibt es Ablagerungen, Reflexionen, und auch nachts haben wir keine gleichbleibende Videoqualität. Das ist wirklich eine grosse Herausforderung.»

fishlab

2026: Verbesserung und flächendeckende Einführung des Systems

Angesichts dieser Hindernisse hat Fishlab klare Ziele für 2026 definiert. «Unser Hauptziel ist es, die Leistung des Modells, das wir 2025 entwickelt haben, bereits an der Quelle zu verbessern, indem wir eine echte Revolution bei der Hardware-Baugruppe vorschlagen, um Videos mit höherer Präzision aufzunehmen und direkte sowie indirekte Auswirkungen auf die Fischfauna zu verringern», erläutert Mina Aghaei. Das Start-up möchte seinen Ansatz zudem wissenschaftlich validieren.

Um diese Herausforderungen zu meistern, hat Fishlab im Rahmen eines Innosuisse-Förderchecks eine Zusammenarbeit mit der HES-SO Valais-Wallis initiiert. Diese Zusammenarbeit verfolgt mehrere ehrgeizige Ziele, darunter die Entwicklung eines skalierbaren, allgemein einsetzbaren und zugleich wirtschaftlichen Systems. «Das Ziel ist es, ab 2027 über ein autonomes und standardisiertes Produkt zu verfügen, das überall automatisch funktionieren kann.»

Weitere Informationen: Fishlab 

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