Das Start-up Notrixx, das aus der HES-SO Valais hervorgegangen und am Campus Energypolis in Sitten ansässig ist, entwickelt eine Lösung zur Detektion bakterieller Verunreinigungen in pharmazeutischen Produkten. Das junge Unternehmen bietet eine innovative Methode auf Basis eines Biomarkers an. Nach ersten Auszeichnungen im vergangenen Jahr konzentriert es sich nun auf die Weiterentwicklung seiner Technologie und die Sicherung seines geistigen Eigentums.
Die Herausforderung, der sich Notrixx stellt, ist für die Pharma- und Biotechnologieindustrie von zentraler Bedeutung. «Wir entwickeln einen Test, der Pharma- und Biotechnologieunternehmen dabei unterstützt, gefährliche bakterielle Kontaminationen in ihren Produkten zu quantifizieren», erklärt Anika Hoffmann, Gründerin des Start-ups.
Die bislang eingesetzten Methoden weisen erhebliche Schwächen auf. «Die aktuellen Tests haben entweder Schwierigkeiten bei der präzisen Quantifizierung oder bei der eigentlichen Detektion», betont die Gründerin. Genau um diese Defizite zu beheben, hat Notrixx seinen Ansatz entwickelt.
Ein Biomarker für eine zuverlässigere Detektion
Die von dem Start-up vorgeschlagene Lösung basiert auf einer vielversprechenden technischen Innovation. «Wir haben eine Methode entwickelt, die einen Biomarker nutzt, den man isolieren und quantifizieren kann», erläutert Anika Hoffmann. «Mit diesem Ansatz sind wir in der Lage, sämtliche Einschränkungen der derzeit eingesetzten Tests zu überwinden.» Die Technologie wird in enger Zusammenarbeit mit der HES-SO Valais entwickelt.
Das Jahr 2025 war für das noch junge Unternehmen von mehreren wichtigen Meilensteinen geprägt, darunter ein erster Platz bei einem im Rahmen von Innosuisse organisierten Wettbewerb.
Über diese Anerkennung hinaus hat Notrixx insbesondere bei der kommerziellen Validierung Fortschritte erzielt. «Wir haben Kontakte zu potenziellen Kunden geknüpft, die bereit waren, Proben auszutauschen, um unsere Lösung unter realen Bedingungen zu testen», so die Gründerin. Diese Testphase mit echten Proben stellt eine entscheidende Validierung für die Weiterentwicklung der Technologie dar.
2026: Sensitivität und geistiges Eigentum im Fokus
Die Prioritäten für 2026 sind klar definiert und beinhalten eine zentrale technische Herausforderung. «Wir haben die erforderliche Sensitivität für den Eintritt in den Pharmamarkt noch nicht erreicht», räumt Anika Hoffmann ein. Vorrang hat daher die Weiterentwicklung der Technologie, um die notwendige Empfindlichkeit zu erzielen.
Parallel zu diesen technischen Herausforderungen muss Notrixx sein geistiges Eigentum durch eine Vereinbarung mit der HES-SO Valais sichern sowie die Finanzierung kurz- und mittelfristig gewährleisten.
Während sich Notrixx derzeit auf den Pharmasektor konzentriert, könnten sich künftig weitere Anwendungsfelder eröffnen, etwa im Bereich der Ernährung. Für das junge Unternehmen ist dies jedoch noch Zukunftsmusik.
