Die SSE-Gruppe mit Sitz in Brig nimmt strategische Verhandlungen mit der EPC-Gruppe auf, um ihre Aktivitäten im Bereich zivile Sprengstoffe zusammenzuführen. Diese Initiative ist Teil der langfristigen Strategie von SSE, ihre industrielle Position zu stärken und zur Entwicklung eines führenden europäischen Akteurs in diesem Sektor beizutragen. Dies gab SSE in einer Mitteilung Ende Februar bekannt.
In einem Markt, der durch steigende Anforderungen an Innovation, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit gekennzeichnet ist, stellt dieses Projekt einen wichtigen Schritt in der Entwicklung der Gruppe dar. Der Plan sieht die Übertragung der Aktivitäten von SSE im Bereich ziviler Sprengstoffe an die EPC-Gruppe im Austausch gegen eine strategische Beteiligung an dieser vor.
Die EPC-Gruppe ist einer der weltweit führenden Hersteller, Lagerhalter und Vertreiber von Sprengstoffen. Seit 133 Jahren nutzt die Gruppe ihr Know-how, ihre technische Expertise und ihre technologischen Innovationen, um ihren Kunden aus den Bereichen Bergbau, Steinbrüche, Infrastruktur und Untertagebau leistungsstarke Lösungen mit hohem Mehrwert anzubieten. Mit einem Umsatz von über 550 Millionen Euro im Jahr 2024 beschäftigt die EPC-Gruppe mehr als 2.900 Mitarbeiter in ihren 44 Tochtergesellschaften in über 29 Ländern.
Keine operativen Änderungen geplant
Die SSE Holding wird ihren Feinchemiebereich (Valsynthèse AG in Gamsen) behalten, der sich weiterhin unabhängig entwickeln wird. Diese potenzielle Fusion würde auf der starken industriellen, technologischen und geografischen Komplementarität der beiden Konzerne basieren. Sie würde ihre Innovationsfähigkeit stärken, ihre Marktpräsenz ausbauen und neue langfristige Wachstumsperspektiven auf globaler Ebene schaffen.
Die laufenden Gespräche werden keine operativen Veränderungen mit sich bringen. Die Aktivitäten und Teams beider Unternehmen werden wie gewohnt weiterarbeiten, und es sind keine Auswirkungen auf die Beschäftigung zu erwarten.
«Dieser Schritt ist eine Gelegenheit, ein neues Kapitel in der Entwicklung der SSE-Gruppe aufzuschlagen. Er würde es uns ermöglichen, unser industrielles Know-how zu nutzen und aktiv an der europäischen Konsolidierung der Branche teilzunehmen, ohne unsere Wurzeln in der Schweiz aufzugeben», erklärt Raymond Loretan, Verwaltungsratspräsident der SSE-Gruppe.
Due Diligence läuft
Die mögliche Umsetzung dieser Transaktion unterliegt einer laufenden Due Diligence und den üblichen Bedingungen. SSE wird den Markt und seine Stakeholder über alle wesentlichen Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Die Jahreshauptversammlung der Aktionäre der SSE-Gruppe wird frühestens im Juni 2026 über die Durchführung der Transaktion abstimmen.
Die vor 132 Jahren gegründete SSE-Gruppe ist ein Industriekonzern, der hauptsächlich in der Herstellung und dem Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen im Bereich ziviler Sprengstoffe sowie in der Feinchemie tätig ist. Der Konzern hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt und sich von einem Walliser Industrieunternehmen zu einem europäischen Konzern mit Hauptsitz und Hauptstandort in Wallis entwickelt.
Quelle: Pressemitteilung SSE
