In Martigny erfindet künstliche Intelligenz die Kultur neu

Neun Tage intensives Programmieren, Teams aus der Schweiz und dem Ausland sowie Projekte, die Museen, Literatur und Kulturerbe mithilfe künstlicher Intelligenz neu denken: Die Idiap Create Challenge (ICC) hat einmal mehr gezeigt, dass das Wallis Veranstaltungen beherbergen kann, die ebenso originell wie ambitioniert sind. Die 15. Ausgabe dieses KI-Hackathons, die vom 20. bis 28. August in den Räumlichkeiten des Idiap und von IdeArk in Martigny stattfand, rückte das wirtschaftliche Potenzial der Kreativ- und Kulturwirtschaft in den Fokus und ermöglichte zugleich die Entstehung konkreter Projekte.

Die ICC, die in Partnerschaft mit der Fondation The Ark organisiert wird, hat einmal mehr bewiesen, dass sie unterschiedlichste Kompetenzen rund um Projekte im Bereich der künstlichen Intelligenz zusammenbringen kann. Die teilnehmenden Teams mit lokalen, schweizerischen und internationalen Profilen arbeiteten während neun Tagen an digitalen Lösungen für die Kreativ- und Kulturwirtschaft.

«Die ICC ist immer eine schöne Gelegenheit, Neues zu entdecken, sich auszutauschen und inspirieren zu lassen. Die Teams zeichnen sich durch ihr Engagement und ihre Motivation aus. In diesem Jahr war es besonders erfreulich zu sehen, wie stark das Engagement für den Kreativsektor war. Ein voller Erfolg!», erklärt Joël Dumoulin, Verantwortlicher für Technologietransfer und Mitglied der Geschäftsleitung ad interim des Idiap.

Solche Veranstaltungen veranschaulichen die hohe Anziehungskraft der Walliser Forschungsinstitute. Das Idiap, eine international anerkannte Referenz im Bereich der künstlichen Intelligenz, spielt eine wichtige Rolle dabei, hochqualifizierte Fachkräfte in den Kanton zu holen, insbesondere im Bereich der Digitalisierung.

Idiap Create Challenge - ICC

Martigny als idealer Nährboden für digitale Kreativität

Die Wahl des Schwerpunktthemas 2026, das sich auf die digitale Entwicklung der Kreativ- und Kulturwirtschaft konzentriert, passt besonders gut zu Martigny, der historischen Wiege der Kunst im Wallis. Diese Ausrichtung ist kein Zufall: Sie knüpft an das von der Wirtschaftsförderung Wallis unterstützte Programm PRISM an, das gezielt darauf ausgerichtet ist, diesen zukunftsträchtigen Sektor im Kanton weiterzuentwickeln.

«Diese 15. Ausgabe der ICC hat einmal mehr gezeigt, welchen Mehrwert die Verbindung von technologischer Innovation mit der Kreativ- und Kulturwirtschaft schaffen kann. Die vorgestellten Projekte deckten so unterschiedliche Bereiche wie Presse, Literatur, Museen, Kulturerbe oder digitale Kreation ab und verdeutlichten damit die Vielfalt der Herausforderungen, auf die Innovation neue Antworten geben kann. Es ist besonders inspirierend zu sehen, wie Teams aus der ganzen Welt rund um diese Themen zusammenarbeiten», erklärt Bertrand Fournier, Projektleiter bei der Fondation The Ark.

Projekte mit konkretem wirtschaftlichem Potenzial

Die im Rahmen dieser Ausgabe eingereichten Projekte zeigen das reale wirtschaftliche Potenzial der Kreativ- und Kulturwirtschaft. Zu den bemerkenswerten Entwicklungen zählen Plattformen zur urbanen Erkundung, digitale Kataloge für Theaterkostüme, Tools, die Passagen aus Büchern in Virtual-Reality-Erlebnisse verwandeln, sowie digitale Zwillinge kultureller Stätten.

Drei Preise wurden vergeben. Der mit 10’000 Franken dotierte Innovationspreis ging gemeinsam an das Team Volumen, das ein Tool zur Visualisierung von Szenen auf Grundlage literarischer Texte entwickelt hat, und an das Team CostumNet AI, das ein Assistenzsystem für die Katalogisierung von Kostümsammlungen aus dem Bereich der darstellenden Künste anbietet. Der Publikumspreis ging an das Team Roami für seine Anwendung zur immersiven Entdeckung von Städten und Kulturstätten.

Klare Unterstützung durch die Wirtschaftsförderung Wallis

Für die Wirtschaftsförderung Wallis gehört die Unterstützung solcher Initiativen vollständig zu ihrem Auftrag der kantonalen Wirtschaftsentwicklung. Über ihre Partner CimArk und die Fondation The Ark unterstützt sie mit Stolz die Grundlagen- und angewandte Forschung des Idiap sowie unternehmerische Projekte, die aus dessen Kompetenzen in den Bereichen Digitalisierung und künstliche Intelligenz hervorgehen.

Diese Unterstützung zeigt sich auch in der Begleitung durch die Fondation The Ark, die Projektträgerinnen und Projektträgern ermöglicht, sich unter bestmöglichen Bedingungen weiterzuentwickeln. Das Wallis verfügt über verschiedene physische Standorte, die Innovation und Austausch fördern, darunter der Technologiestandort IdeArk in Martigny, an dem die ICC stattfand, sowie das Swiss Digital Center in Siders. Diese Infrastrukturen ermöglichen es Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Forschenden, ihre Ideen in konkrete Projekte umzusetzen, die im Walliser Wirtschaftsgefüge verankert sind.

Quelle: Medienmitteilung Idiap

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