Wie kann industrielles Know-how in der Architektur Anwendung finden, ein Spiel zu einem Instrument der Sensibilisierung werden und eine traditionelle musikalische Praxis durch digitale Technologien eine neue Dimension erhalten? Am 26. November 2026 findet die PRISM-Konferenz zum zweiten Mal im Théâtre du Crochetan in Monthey statt. Der Tag zeigt, wie der Austausch zwischen verschiedenen Disziplinen bestehende Praktiken weiterentwickeln, neue Anwendungen ermöglichen und mitunter neue Märkte erschliessen kann. Am Vormittag zeigen mehrere Referent:innen, wie sich ihre Arbeit durch den Austausch mit anderen Bereichen weiterentwickelt hat. Am Nachmittag können die Besucher:innen kreative Kompetenzen aus dem Wallis anhand von Demonstrationen und Installationen entdecken und selbst ausprobieren.
Am Vormittag der PRISM-Konferenz geht es darum, wie bestehende Kompetenzen in neuen Zusammenhängen eingesetzt werden und dadurch eine andere Funktion oder Dimension erhalten können. Bei Necto wird industrielles Stricken zum Ausgangspunkt für ein monumentales architektonisches Werk, das an der Biennale von Venedig präsentiert wurde. Givré passt seinen Upcycling-Ansatz an spezifische Anforderungen an – vom Rettungswesen bis zum Cargo-Bike. DopaMind verwandelt Wissen über Entscheidungsmechanismen in ein interaktives Spiel, das für den Einfluss von Marketing sensibilisiert. Die EDHEA stellt ihre Ausbildung Interactive Media Designer vor, die Kreation, Design und digitale Praktiken miteinander verbindet.
Entdecken, ausprobieren und ins Gespräch kommen
Am Nachmittag steht das Experimentieren im Vordergrund. Illustration, Video-Mapping, Lichtgestaltung, interaktive Spiele, textiles Upcycling, Objektdesign oder Virtual Reality: An verschiedenen Ständen und Installationen werden Projekte präsentiert, die unterschiedliche Disziplinen, Techniken und Einsatzbereiche zusammenbringen.
Die Besucher:innen können direkt mit den Menschen ins Gespräch kommen, die die Projekte entwickelt haben, die Entscheidungen und Kooperationen besser verstehen, die diese ermöglicht haben, und Ansätze erkennen, die sich auf andere Tätigkeitsfelder übertragen lassen. Zum Abschluss des Tages führt Carillon Sauvage diesen Gedanken weiter und bringt musikalisches Kulturerbe aus seinem traditionellen Kontext heraus, um es einem neuen Publikum zugänglich zu machen.
Und wenn neue Möglichkeiten dort entstehen, wo man sie nicht erwartet?
So unterschiedlich die vorgestellten Projekte auch sind, sie zeigen eines: Wenn verschiedene Disziplinen aufeinandertreffen, können unerwartete Perspektiven entstehen. Die PRISM-Konferenz lädt dazu ein, zu entdecken, was anderswo gemacht wird, Begegnungen anzustossen und die eigenen Praktiken zu hinterfragen. So kann man mit neuen Ideen nach Hause gehen – und vielleicht sogar mit der Lust, ein Feld zu erkunden, an das bisher noch nicht gedacht wurde.
Die PRISM-Konferenz findet am 26. November 2026 ab 09:30 Uhr im Théâtre du Crochetan in Monthey statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich.
Programm entdecken und anmelden: PRISM-Konferenz
